Der strategische Ansatz für die Zielmärkte bleibt unverändert bestehen: Die Deutsche Rück ist Service-Rückversicherer für den deutschen und den österreichischen Markt und Folgerückversicherer für alle anderen Märkte.

Die Internationalisierung folgt dabei dem Ansatz, das Geschäft zu diversifizieren: Dem Kerngeschäft mit den öffentlichen Versicherern soll künftig ein noch breiteres internationales Portfolio von Risiken an die Seite gestellt werden. 

Internationale Märkte der Deutschen Rück (Stand 2025)

Mehr Geschäft in Leben

Mehr Geschäft in der Sparte Lebenrückversicherung diversifiziert das Portfolio, das traditionell von der Sparte Property & Casualty dominiert wird. Ihr Leben-Geschäft will die Deutsche Rück daher in den nächsten Jahren international deutlich ausbauen. Dafür kommen die Märkte in Frage, in denen sie sich zuletzt bereits in der Schaden-Rückversicherung gut etabliert hat. 

Djemaa el Fna, der zentrale Platz in Marrakesch, Marokko

Ertragsreiches Wachstum im Fokus

In den letzten Jahren ist das internationale Geschäft stark gewachsen. Wie bisher auch wird weiteres Wachstum immer im Zusammenhang mit den Ertragsaussichten in den Märkten gesehen. Sinkt die Profitabilität, weil sich Märkte verändern, reagiert die Deutsche Rück flexibel und passt ihr Geschäftsvolumen der Entwicklung an – auch wenn das niedrigere Wachstumsraten oder sogar einen vorübergehenden Rückgang der Umsätze nach sich ziehen sollte. 

Bei der Internationali­sierungs­strategie steht somit ertragreiches Wachstum weiter im Zentrum.

Aktuelle Aufteilung des Geschäfts bei der Deutschen Rück

Mit dem Ausbau der Internationalisierung hat sich auch die Aufteilung des Geschäfts bei der Deutschen Rück verändert. Neben dem Geschäft mit den Aktionärszedenten stammen ungefähr 40 Prozent der verdienten Bruttobeiträge aus Kundenbeziehungen außerhalb des Aktionärskreises.

Das stete Wachstum aus dem Ausland wird den Anteil des Marktgeschäfts in den nächsten Jahren vergrößern. Und genau das ist das Ziel: ein optimierter Ausgleich für das traditionelle Kerngeschäft mit den öffentlichen Versicherern in Deutschland. 

Risikomanager für die Öffentlichen

Ein Erfolgsfaktor für den Ausbau des internationalen Geschäfts war neben dem guten Rating stets der traditionell sehr niedrige Kostensatz der Deutschen Rück. Ihr starkes Kostenbewusstsein beizubehalten, bleibt auch angesichts der Wachstumsambitionen eine Priorität für die Zukunft.

Für die öffentlichen Versicherer war und ist die Deutsche Rück mit ihrem vielfältigen Serviceangebot schon seit Jahrzehnten mehr als nur ein bloßer Kapazitätsgeber. In Zukunft ist das strategische Ziel, noch stärker ihre Rolle des Risikomanagers für die öffentlichen Versicherer auszufüllen. In dieser Funktion wäre zum Beispiel die Umsetzung einer Elementarschadenpflichtversicherung, deren Einführung aktuell von der Politik diskutiert wird, ein relevantes Thema, um die öffentlichen Versicherer bei dieser Herausforderung in ihrem Kerngeschäft zu unterstützen.

Vorstand Deutsche Rück (v. l.): Michael Rohde, Achim Bosch (CEO), Caren Büning

Die Vision der Deutschen Rück ist es, als Plattform für ihre Kunden zu fungieren. Darüber kann sie künftig etwa besondere Formen der Rückversicherung und die gegenseitige Absicherung der öffentlichen Versicherer noch besser vordenken, koordinieren und managen.