Die Arbeitsgruppe der öffentlichen Versicherer 1949 auf Norderney, wo sie beschloss, eine Rückversicherungs-AG zu gründen.
Der Geburtstag der Deutschen Rück
Die Meinungsbildung unter den Öffentlichen war schwierig. Denn es ging schließlich um eine grundsätzliche Richtungsentscheidung. Am Ende stimmte dann im Juni 1951 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der „Arbeitsgruppe öffentlich-rechtliche Versicherung“ die Mehrheit für die Gründung einer neuen Rückversicherungs-Aktiengesellschaft.
Blanko-Aktienvordruck Deutsche Rück
Mit einer Aktiengesellschaft, so die Begründung, bestehe „am ehesten die Möglichkeit, den verschiedenartigen Wünschen der Anstalten, die sich aus ihrer verschiedenartigen Struktur ergeben, gerecht zu werden“.
Wo offiziell alles begann: Das Hotel zur Post in Bernkastel-Kues gibt es heute noch. Abbildung Postkarte Bernkastel-Kues, um 1910
An der Mosel „geboren“
Im Hotel „Zur Post“ im beschaulichen Bernkastel-Kues wurde am 22. August auf einer Sitzung des „Allgemeinen Ausschusses“ der Arbeitsgruppe öffentlich-rechtliche Versicherung die Deutsche Rückversicherung AG gegründet. Das Grundkapital betrug 1 Million D-Mark; es wurde zu 25 Prozent eingezahlt. Aktionäre waren alle 24 öffentlichen Versicherer, jeweils nach ihrer Größe an dem neuen Unternehmen beteiligt.
Und es wurde festgehalten, dass die Neugründung in Sachen Gewinnerzielung keine herkömmliche Aktiengesellschaft sein sollte, sondern eine gemeinschaftlich orientierte Gesellschaft. „Der Betrieb ist nicht auf Erwerb gerichtet.“
Der Entwurf der Satzung vom 6. Juni 1951
„Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Rückversicherung jeder Art“, hieß es in der Satzung. Außerdem habe die Gesellschaft die Berechtigung, „Maßnahmen zu treffen, die der Förderung der öffentlich-rechtlichen Versicherung dienen“.